Gesundheitseffekte

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Da POPs sehr lange in der Natur verbleiben, von Lebewesen aufgenommen und über die Nahrungskette weitergegeben werden reichern sie sich in immer höherer Menge vor allem im Fettgewebe von Tier und Mensch an. Besonders hoch ist die Belastung daher an der Spitze der Nahrungskette, z.B. bei großen Fischen und Raubtieren, aber natürlich auch beim Menschen.

 

Im Körper können sie eine Vielzahl gesundheitsschädigender Effekte auslösen: die Palette reicht von Allergien über die Beeinflussung des Immunsystems, des Nervensystems oder des Hormonsystems bis zur Störung der Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit. Auch Krebs kann durch diese Stoffe ausgelöst werden, oft erst mit langer Latenzzeit, z.B. erst nach 15 bis 30 Jahren.

 

In Österreich sind die durchschnittlich im Blut nachweisbaren Konzentrationen meist zu niedrig, um derartig schwerwiegende Auswirkungen zu haben. Erhöhte Hexachlorbenzol-Werte wurden im Görtzschitztal gemessen. Auch hat die Wahl der Nahrungsmittel wie z.B. der Verzehr von höher belasteten Tierarten einen Einfluss auf die POP Belastung im Menschen. Davon betroffen sind etwa die Inuit, die Ureinwohner der grönländischen und kanadischen Arktisgebiete, da die Nahrung der Bevölkerung hautsächlich aus fettreichem Fleisch (z.B. von Robben oder räuberischen Fischen) besteht. So wird die weibliche Inuit-Bevölkerung dazu aufgerufen, während der Schwangerschaft und Stillzeit keine fetthaltigen Tierprodukte zu sich zu nehmen.  Wegen der möglichen Schwermetallbelastung sollten aber auch in Österreich Schwangere und Stillende Fischarten wie Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt oder Hecht meiden.